Am 6. September fanden in Essen die Deutschen Team-Meisterschaften der Leichtathletiksenioren statt (Team-DM Senioren, früher "DAMM"). Unsere MRRC-Boys Jan Lettenmaier und Bodo Banischewski wurden im Trikot der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Stadtwerke München deutscher Team-Vizemeister der gemeinsam gewerteten Seniorenklassen M 30/35.

Sechs Teams dieser Altersstufen hatten sich in diversen Vorkämpfen fürs Bundesfinale in Essen qualifiziert, bei dem acht unterschiedliche Einzeldisziplinen aus dem Lauf-, Sprung- und Wurfbereich plus die 4x100-Meter-Sprintstaffel zu absolvieren waren. Jeder Aktive durfte bis zu drei Einzeldisziplinen bestreiten.

Jan wie Bodo waren für die 3000-Meterdistanz gemeldet, in der sie zusammen mit Teamkollegen Andreas Brünnert von Beginn aufs Tempo drückten. Knapp die Hälfte der Distanz konnte einzig Matthias Aust von der sächsischen LG Neiße – zuvor Sieger des 800-Meterlaufs - noch folgen, die anderen 15 Rivalen waren allesamt längst abgehängt. Als die drei Münchner mit einer erneuten Tempoverschärfung dann Ernst machten, verabschiedete sich auch der Mann aus Sachsen nach hinten. Brünnert war in 9:10,81 Minuten schließlich Tagessieger , gefolgt von Jan (9:17,85 Minuten) und Bodo (9:23,25 Minuten). Der Stadionsprecher meinte scherzhaft, als das Trio die letzten Meter in Angriff nahm, hier werde man gerade Zeuge der "Münchner Meisterschaft mit Gästebeteiligung."
Für Bodo war dies eine wahrlich erfolgreiche Premiere bei dieser Wettkampfform. Jan hingegen hatte schon 2013 in Hamburg mit der LG Stadtwerke Teamspirit schnuppern dürfen. Seinerzeit wurde er ebenfalls deutscher Vizemeister. Jan lief die damals noch auf dem Programm stehenden Strecken 1500 Meter (4:27,10 Minuten) und 5000 Meter (16:17,30 Minuten), wobei er auf den zwölfeinhalb Runden fast das komplette Feld überrundet hat. Jan: "Es waren Superwettkämpfe, ich habe da schöne Erinnerungen daran, zumal man auch mit Sportlern anderer Disziplinen in Kontakt kommt." So war es für Münchner Diskus- und Speerwerfer, Kugelstoßer, Sprinter und Hoch- und Weitspringer in Essen Ehrensache, während des Laufs Jan und Bodo lautstark anzufeuern, – und wenn sie selbst gerade im Einsatz gewesen sind, sogar zwischen ihren Durchgängen vom Innenraum heraus. Schließlich wussten alle, dass auf die Münchner Langstreckler Verlass ist. Und darum hatten die LG-Verantwortlichen auch den heuer erstmalig angebotenen "Joker" auf die 3000-Meter gesetzt. Im Klartext: Die Punkte wurden verdoppelt. Eine kluge Entscheidung, wie sich zeigte: Die LG kam hier auf die Maximalpunktzahl.