Ein Bericht von Alois Stöger:

Am 26.07.2015 fand in Regensburg der Arber Radmarathon über 170 Km statt. Am Start waren unsere 3 MRRC "Oldies" Alois Stöger, Robert Eiermann und Gattin. Sie ist die 100 Km gefahren.

 

Der Start in Regensburg war um 7:00 morgens, daher musste ich schon zeitig Aufstehen. Um 4:00 bin ich in München losgefahren. Wir starteten in der Runde B von vier angebotenen Streckenabschnitten. Robert und ich haben uns auf die Strecke über 170 Km gemacht und Gerdi auf die Runde C 100 Km. Leider habe ich die beiden beim Start nicht mehr gesehen.

Um 6:00 war zuerst der Start der  A Runde über 250 Km, d.h. 2-mal den Arber hinauf. Es mussten ca. 3000 HM bewältigt werden.

Um 7:00 Uhr war dann unser Start über die 170 Km und 2200 HM. Es ist noch recht frisch so um die 14 Grad, aber der Wetterbericht sagte heiter bis wolkig voraus und 24 Grad, also ideal zum Radfahren.

Der erste Streckenabschnitt durch Regensburg in Richtung Wörth ist noch flach und gut zum Einrollen. Ich bin noch nie mit so vielen Radlern gleichzeitig am Start gewesen, das war schon gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn es zu einigen Bremsmanövern kommt.

Die Straßen sind schön breit, und wir haben erst mal eine Fahrtrichtung für uns.
Weiter geht es Richtung Falkenstein. Hier kommen auch schon die ersten Steigungen, die dann auf dem weiteren Weg nach Bad Kötzting immer häufiger werden. Der Pulk der Radler zieht sich hier schon ganz schön in die Länge. Nach einigen Pinkel Pausen habe ich zum ersten Mal Robert Eiermann gesehen. Ein kurzer Smalltalk und weiter geht es. Der Ort Cham ist erreicht. Hier war auch der erste Verpflegungsstand auf einem Parkplatz. Noch ein Riegel reinschieben, Kräfte sammeln und weiter geht es Richtung Bad Kötzting. Die Gegend und die Berge kenne ich gut, denn ca. 8Km weiter in Hohenwarth bin ich aufgewachsen.

Hohenwarth liegt an der großen Runde über dem Arber. Weiter sind wir durch den schönen Bayerischen Wald geradelt; immer bergauf und bergab. An den weiteren Verpflegungsständen sehe ich Robert Eiermann immer wieder. Weil es so schön ist jammern wir ein bisschen über die steilen Berge, aber auch über die sehr sehenswerte Strecke. Noch schnell alles Gute für den letzten Streckenabschnitt wünschen und weiter geht es. Die letzte Verpflegung war in Saulburg. Ich sauge nochmal alles in mich rein was möglich ist und oben drauf noch ein Alkoholfreies Bier. Ich wollte gerade weiterfahren, als auch Robert bei der Verpflegung ankam. Wir diskutieren ob wir die Berge jetzt endlich hinter uns haben und es flach wird. Beide haben wir unser Limit erreicht und fahren schon auf Reserve. Wir haben jetzt noch ca. 55Km vor uns. Ich fahr schon los. Vor mir sind noch zwei Berge, für die ich noch Energie aufbringen muss. Ab Wörth ist es ja wieder flach, dafür habe ich jetzt einen starken Gegenwind.

Glück gehabt! Ich habe zwei junge Fahrer vor mir gesehen und mich bei denen im Windschatten reingehängt. Das hat noch mal Energie bei mir freigesetzt.
In der Stadt angekommen mussten alle Fahrer dann von der Straße auf den Radweg wechseln. Hier war die Polizei sehr darauf bedacht, dass alles ordentlich ablief.

Endlich war das Ziel am Dultplatz in Regensburg in 7:45 Stunden erreicht. Reine Fahrzeit 6:50 Std. ,Durchschnitt 25,5 Km/h, Streckenlänge 175 Km. Jeder Finisher bekommt ein Radtrikot plus 3 Gutscheine für Getränke und Essen. Auch Robert hat es geschafft.

Gerdi hatte auf ihrer 100KM- Strecke auch viel Spaß. Sie möchte nächstes Jahr wieder teilnehmen.

Beim gemeinsamen Essen haben wir uns noch gegenseitig ausgetauscht, bevor wir wieder den Heimweg angetreten haben.

Alois