Ein Bericht von Milan Harnischfeger:

Letztes Jahr noch als Lückenfüller für den Wettkampfkalender ausgewählt, schaffte es der Compexx-Triathlon des TRISTAR-Regensburg auf Anhieb einer meiner absoluten Lieblingswettkämpfe zu werden. Daher war für mich auch dieses Jahr der Start in der Dom-Stadt ein absolutes Muss.

 

Und auch die 26. Auflage der Traditionsveranstaltung hielt diesen Erwartungen Stand: Ein traumhaftes Sportwetter - leicht bedeckt mit Temperaturen in den niedrigen 20ern und 21 Grad warmen Wasser – und die tolle Stimmung – das Regensburger Konzept mit einer dichten, gut besuchten „Triathloninsel“ als Stimmungsnest auf dem Dultplatz mitten in der Donau geht voll auf, und auch die vier Ligawettkämpfe sowie die Teilnahme der Lokalmatadoren Tajsich und Neef auf der olympischen Distanz werteten die Veranstaltung auf. Für die ambitionierten Amateurathleten gibt es außerdem hochwertige Sachpreise und Gutscheine nicht nur – wie sonst meist – für die Gesamtsieger, sondern sogar bis runter zum Altersklassenpodest bei der Volksdistanz, zu gewinnen.

Pünktlich um 10:00 fiel mein Startschuss auf der Sprintdistanz, nach dem üblichen Gedränge am Start kam mir als – trotz reger Teilnahme am klasse MRRC-Freiwassertraining – normalerweise hoffnungslos orientierungslosem Schwimmer die simple Streckenführung im Kanal sehr entgegen: Parallel zum Ufer in der Kanalmitte hin, nach 180°-Boje direkt am Kanalrand entlang zurück und somit wenig Potenzial für die üblichen Ausflüge jenseits der Ideallinie. Nach 500 Metern eher mäßiger Schwimmleistung klappte immerhin der Wechsel problemlos. Was folgt war die in Regensburg berüchtigte ersten Hälfte der Radstrecke – diese bietet schon nach wenigen Metern den Schelmengraben mit bis zu 16% Steigung und noch drei weitere happige Anstiege auf dem Weg aus der Stadt, auf denen ich meine Einstellung und Bereitschaft zu Radfahren und Triathlon im speziellen und körperlicher Anstrengung im Allgemeinen sehr intensiv in Frage stellen konnte. Knapp 230 Höhenmeter und 10 Kilometer später folgte dann der für die Zeitfahrfraktion ideale Rückweg in die Stadt mit leichtem Gefälle. Obwohl die Strecke teilweise für Autos freigegeben war hatte zumindest ich fast durchgängig freie Fahrt. Lediglich gegen Ende der Radstrecke kam es zur Grüppchenbildung und zum - aufgrund der Enge der Strecke auf einem Radweg – unausweichlichen Tour de France Peloton-Feeling. So spektakulär die Radstrecke, so (und das ist sehr positiv gemeint) simpel die Laufstrecke. Auf dem topfebenen Uferweg geht es in zwei 2,5km-Runden um die östliche Hälfte der Insel, erwähnenswert hier vielleicht noch das Laufen durch einen „Kanal“ inmitten der Zuschauer. Im Ziel habe ich zwar leider das AK-Podest um 90 Sekunden verfehlt, konnte aber immerhin meine Vorjahreszeit um zwei Minuten unterbieten. Für die praktisch veranlagten Athleten vielleicht noch interessant: Die komplette Organisation von Startnummernausgabe bis Radabholung verlief absolut reibungslos und vor allem sehr fix (Freigabe der Wechselzone quasi direkt nach erstem Zieleinlauf, An-/Abfahrt und Parken absolut easy).

Fazit: Als Einstieg in den im Vergleich zu Juni und Juli wettkampfärmeren August ist der Regensburger Triathlon mehr als nur zu empfehlen!

Die kompletten Resultate der MRRC Einzel-Finisher in Regensburg:

Sprintdistanz:

Dr. Thomas Gerboth – 01:09:23 – 3. AK45
Milan Harnischfeger – 01:10:06 – 5. AK20
Marlen Wenzel – 01:25:12 – 4. AK25

Olympische Distanz:

Ralph Friedwagner – 02:22:17 – 22. AK40
Verena Hargarten – 02:29:56 – 1. AK20

Außerdem waren in Regensburg am Nachmittag noch drei MRRC-Ligateams (Herren II, Damen II und III) in der Bayern- und Regionalliga am Start.