Traumhaftes Wetter und starke Siegerleistungen kennzeichneten am Samstag die Auftaktbewerbe der 14. Wolfgangsee Challenge. Zahlreiche Wettbewerbe mit MTB und Rennrad fanden letztes Wochenende dort statt.

Die MRRCler sind ja bekanntlich überall anzutreffen und ein Vereinsmitglied darf sich jetzt sogar "King of the Wolfgangsee" Challenge nennen...

Bericht von Jochen Block

Nachdem der traditionelle Triathlon-Saison-Start in Bad Tölz durch den frühen Mai-Termin mit unserem Urlaub in der  Toskana kollidierte, haben wir uns unterwegs spontan entschlossen auf dem Rückweg der Reise noch einen Triathlon-Sprint mit einzubauen.

So war der Termin Sa, 3.6. am Wolfgangsee dahingehend ideal,  da wir (Julia und ich) ja nur das MTB dabei  hatten und es sich bei dem Triathlon um einen Cross-Triathlon handelte.

(Die Road-Variante mit Rennrad fand erst am Sonntag statt). Bereits kurz nach der Anmeldung kamen Zweifel  in mir auf, ob die Meldung  die richtige Entscheidung war. Ist es vernünftig knapp 3 Monate nach dem Bruch des Ellenbogens gleich mit einem Cross-Triathlon in die Saison zu starten?  Komme ich diesmal sturzfrei durch  (mein Sturz im März auf La Palma mit 4 Wochen Zwangspause hatte mich da doch verunsichert)? Außerdem hatten wir auch nur einen Kurzarm-Neo im Urlaub dabei , und die Temperaturen des Wolfgangsees bewegten sich zu diesem Zeitpunkt bei gerade mal 16-17 Grad.

Egal, da angemeldet gab es kein Entkommen mehr,  und wir fuhren statt über den Brenner über Udine und Kärnten mit Zwischenstopp  am Faaker See und kamen am Freitagabend am Wolfgangsee an.

Bei Kaiser-Wetter (strahlende Sonne und bereits 20 Grad um 9:00) wurde am Samstag zunächst die lange Olympische Distanz mit dem MTB gestartet. Der Sprint-Wettbewerb begann 40 min später, so dass wir die Schwimmstrecke schon gut analysieren konnten (eine Runde statt 2 wie bei den Kurzdistanzlern). Die Strecke war wohl auch einige Meter länger als in der Ausschreibung beschrieben und durch den nahen Schiffsverkehr, wie es sich für einen Cross-Triathlon geziemt, auch nicht ganz flach.

In der Wettkampfbesprechung wurde gesagt, dass es im Gegensatz zur langen Strecke beim Sprint keine Trails gibt und die Abfahrt nur auf Forstwegen stattfindet.

Das hat mich schon mal beruhigt, ich sah mich das Rad schon mehr als einmal bergab schieben.

Durch das gute Ausflugswetter waren auf der Radstrecke einige Passanten unterwegs, die man aus dem Weg scheuchen musste. Da kam mir meine Klingel am Rad doch gut zur Hilfe.

Das Profil der Strecke sah zunächst eine ca. 6 km lange Einrollphase um den See vor, bevor es zunächst auf Asphalt, dann nur noch auf Schotter und Matsch steil bergauf bei sengender Hitze Richtung Zwölfer-Horn ging. Bis zum höchsten Punkte (ca. 450 HM) konnte ich ca. 10 Athleten überholen,

Leider verlor ich auf der Abfahrt mehr als die Hälfte der Plätze, aber zumindest stürzte ich nicht, und ich konnte den teils rumpligen Fahrweg doch ohne Absteigen bewältigen.

Nachdem es auf der gleichen Strecke am See zurückging, stand die schwere 5,4 km lange Cross Laufstrecke mit ca. 150 HM um den Hausberg mit 2 steilen Hammer-Anstiegen bevor. Dort konnte ich nochmals aufholen und kam so als 22. Gesamt ins Ziel. Julia war auch total happy über ihren 2. Platz in der AK 40-49 Jahre. Hätte sie nicht eine Zeitstrafe von 15 Sekunden von einem strengen Ösi aufgebrummt bekommen, der sich die Linie beim Wechsel von Rad auf Laufstrecke mit der Lupe anschaute, hätte sie sogar noch die AK 30-39 Jahre zumindest auf dem Papier gewinnen können.

Unterwegs hat mich dann noch ein Kurzdistanzler vom MRCC überholt:  Simon Schwarz, der bereits letztes Jahr in der Bundesliga gestartet ist und den Gesamtsieg am Samstag bei der langen Distanz nur um 12 sec. verpasste. Dafür holte er sich aber einen Tag später den Gesamtsieg bei der olympischen Distanz, diesmal mit Rennrad und fürchterlichem Wetter (vor allem starken Wind) und darf sich nun durch den Sieg der Doppelwertung an beiden Tagen „King der Wolfgangsee Challenge“ nennen.

Insgesamt ein toller Wettkampf vor toller Kulisse. Bis auf fehlende km-Schilder bei Rad/Laufen und zu vielen Touristen auf der Strecke, gibt es nichts zu kritisieren. Auch die Siegerehrung mit Ergebnislisten fand überpünktlich statt.

http://www.pentek-timing.at/results.html?pnr=13141

 

 Jochen, Simon und Julia

Simon: Gesamtsieg olympische Distanz und "King of the Wolfgangsee Challenge"

 

Julia: 2 Platz AK 40-49 Jahre

 

Simon sprinted zum Gesamtsieg