Anfang des Jahres hatte Jessica die Idee, ein MRRC-Team beim legendären 24h-Stunden-Radrennen auf der Formel-1 Grandprix-Strecke, dem Nürburgring, auf die Beine zu stellen....

Bericht „Rad am Ring“ 28.-30.07.17 von Marlen Wenzel

Schnell hatte sich ein hoch motiviertes mixed 8-er Team bestehend aus Jessica, Julia, Agnes, Marlen, Torsten, Flo, Hendrik und Dominik gefunden.

Der schnelle Torsten tauschte mit Ortwin, um mehr Runden in einem 4er-Team fahren zu können.

Los ging die lange Reise mit über 500km in die Eifel am Freitagvormittag mit einem Radtransporter und einem Personen- und Gepäckwagen.

Nach der Ankunft am Ring mussten wir ein kurzes Stück über die Strecke zu unserer Parzelle fahren. Dabei kam bereits erstes Rennfieber auf!

Am liebsten wären alle sofort auf die Zweiräder umgestiegen, aber dafür blieb keine Zeit, denn die Pastaparty zum Auffüllen der Kohlenhydratspeicher wartete mit frisch gezapften Pils.

Währenddessen konnten wir noch die Starts des Zeitfahrrennens mitverfolgen.

Danach fuhren wir zu einer nahegelegenen Pension, um wenigstens die Nacht vor dem Rennen in einem richtigen Bett mit etwas Schlaf zu verbringen.

Am Samstagmorgen um kurz nach 06:00 Uhr machten wir uns auf zur Rennstrecke.

Dort angekommen, stellten wir schnell fest, dass wir zu den Rookies der Veranstaltung zählten. Denn die Parzellen um uns herum gleichten professionellen Boxengassen mit Betreuerteams, Feldbetten, Pavillons, Kühlschränken Musikanlagen etc.

Uns störte das jedoch nicht, denn die Stimmung im Team war bestens!

Um 12:00 Uhr läutete Jessica, unsere Teamchefin, dann die Eröffnungsrunde der 24 Stunden ein.

Auf der ersten Runde gab es noch Begleitung durch die Fahrer der Jedermann-Rennen über 25 km, 75 km und 150 km.

Eine Runde hat dabei 26 km mit beachtlichen 550hm und knackigen 17% Steigung an der „Hohen Acht“.

Erwähnen möchte ich hierbei, dass die motorisierten Vierräder diesen Bergkurs seit einigen Jahren nicht mehr fahren, sondern einen flachen und kürzeren Rundkurs!

Nach abgesprochener Reihenfolge peste jede/r Fahrer/in insgesamt 3x über die Rennstrecke mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 90km/h in den Abfahrten.

Nach jeder Runde wurde gewechselt, sodass immer etwas los war.

Die Nachtrunde war am spektakulärsten!

Vielen Dank an dieser Stelle an unseren Vereinskollegen Wolfi für die super Lampen, mit denen das Radeln bei kompletter Dunkelheit kein Problem war!

Mit einem E-Grill im Gepäck war außerdem unsere Verpflegung jederzeit bestens gesichert und zum „Speednapping“ hatten wir Zelte aufgebaut bzw. mussten die Transporter herhalten.

Am Sonntag war Punkt 12:00 Uhr Zielschluss. Wir holten Jessica auf der letzten Runde ab und fuhren gemeinsam als Team über die Ziellinie.

Insgesamt sammelten wir in den 24 Stunden 24 Runden, 624km und über 13.200hm.

Es war ein sehr schönes Teamevent mit viel Spaß, guter Stimmung und toller Rennatmosphäre, dazu noch ohne Stürze und Pannen!

Diese Veranstaltung ist absolut zu empfehlen, egal ob als Einzelstarter, 2er-, 4er- oder 8er-Team.