Sonntag kurz vor 10 Uhr, Standort Loipeneinstieg in Lenggries, Traumwetter, Sonne satt, Schnee zum Abwinken,
zehn MRRCler, ein Loipenlehrer, sozusagen Traumbedingungen zum Skating-Technik-Kurs. Was soll da noch
schiefgehen? Zudem ist ja Langlaufen ein perfektes Cross-Training, nicht nur für Läufer und Triathleten.

Loipenlehrer Daniel Götz, Trainer B-Lizenz des Deutschen Skiverbandes und gerade in Ausbildung zur A-Lizenz,
begrüßt uns zum Verfeinern unserer Skating-Technik, perfekt dafür die kleine Einführungsrunde am Fuße des
Brauneck.
Erste Aufgabe: Weglegen der Stöcke. Na super... Per Schlittschuhschritt geht es zwischen markierten Hütchen auf
und ab. Einmal mit Unterstützung der Arme wie in Laufbewegung, dann mit Händen in die Hüfte gestützt.
Letzteres mit besonderem Augenmerk auf den Körperschwerpunkt und das Ausreizen der Gleitphase. Es heißt:
Abdruck und Hüfte hoch über den Ski führen, um in der Loipe demnächst die entscheidenden Meter vor den
Rivalen zu sein.
Bei der nächsten Übung sollen wir dann den Ski solange wie möglich gleiten lassen und erst nach
Balanceschwierigkeiten – bei dem einen etwas eher wie bei dem anderen – den zweiten Ski aufsetzen, den
Körperschwerpunkt drauflegen und die Gleitphase ausreizen. Bereits jetzt ist klar, dass Daniel sein Handwerk
versteht und die nötige didaktisch-methodische Kompetenz aufweist, um jeden in der Gruppe an seine Grenzen
bzw. weiterzubringen.
Bevor wir unsere Stöcke erneut aufnehmen dürfen, wird noch der Beinschluss geübt, um so in der Folge mehr
Druck auszuüben. Mit den beiden Stöcken in den Händen geht es an die 2:1er-Technik. Diese wird sowohl bei
flachen als auch steilen Stellen angewandt. Angeschoben wird nur auf einer Seite, wobei die Stöcke nur bei jedem
zweiten Beinabdruck kurz vor den Zehenspitzen eingesetzt werden. Das klappt bereits bei allen ganz gut,
vereinzelt ist natürlich weiterhin an Kleinigkeiten zu arbeiten wie z.B. engere Stockhaltung, intensiverer Abdruck
und Oberkörper/Hüfte weiter nach vorne schieben.
Nach und nach wollen wir mehr Tempo aufnehmen. Dazu geht man in die 1:1er-Technik über, wo jeder Abdruck
einen Stockeinsatz verlangt. Versteht sich von selbst, dass dies mehr Koordination und natürlich ebenso Balance
verlangt. Mit der Zeit klappt dies jedoch anhand der Übungen von Daniel immer besser, so dass auch hier die
Gleitphasen kontinuierlich länger werden.
Wir laufen die Einführungsrunde auf halben Weg in Richtung Brauneckbahn, wo wir an einer steileren Stelle noch
Wissenswertes über die Führhand erfahren. Natürlich wird sogleich praktisch geprobt: erst mit einem Stock, dann
mit beiden und auch der Führhandwechsel im Anstieg. Zum Abschluss darf sich jeder noch am „Hochspringen“
des steilen Anstiegs versuchen, so wie es Martin Fourcade unnachahmlich immer wieder innerhalb des Biathlon-
Weltcupzirkus vormacht. Fazit: Verbesserungswürdig unsererseits ;-) Daniel, der nächste Kurs wäre hiermit
gebucht.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Daniel für die lehrreichen gut 2 Stunden sowie die Anregungen, um
demnächst noch bewusster auf die Technik zu achten und somit noch schneller durch die Loipenlandschaft zu
pflügen.
Vielen Dank auch unserem Vorstand Arno Schott, der – wie jeden Winter – immer wieder die Langlaufkurse
perfekt organisiert und heute ebenso als Teilnehmer dabei war.
In diesem Sinne: haut’s rein und Ski heil. Man sieht sich auf der Loipe.


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Infos zu Daniel Götz und seinem Angebot von Langlaufkursen: https://www.loipenlehrer.com/
Weitere Kurse wird es wohl leider erst wieder nächsten Winter geben. Aber da ihr ja durch die diesjährigen Kurse
genug Input bekommen habt, heißt die nächste Stufe: Training und Loipentreff.
Einfach unter https://www.mrrc.de/index.php/skilanglauf/training-loipentreff reinschauen oder Arno Schott
unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anschreiben.